Der Tränenpalast war zu DDR-Zeiten die Abfertigungshalle für Ausreisen von Ost- nach West. Von hier fuhren S- und U-Bahnen nach West-Berlin und Fernzüge über West-Berlin in die Bundesrepublik. Die Abfertigungshalle diente der SED-Diktatur bis 1990 für die Ausreise aus der DDR nach West-Berlin. Die Kontroll- und Abfertigungsschalter waren besetzt mit Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit.

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Mit diesem Gebäude in Berlin-Mitte verbanden sich für viele Familien und Paare Abschied und Sehnsucht. Als Ort schmerzvoller Trennungen hieß der Pavillon aus Stahl und Glas im Berliner Volksmund bald „Tränenpalast“.
Der Tränenpalast war Schicksalsort
Für viele Ostdeutsche schien diese Grenze dauerhaft geschlossen zu sein. Wer nach Genehmigung eines Ausreiseantrags in die Bundesrepublik übersiedeln durfte, empfand Freude und Erleichterung, oft getrübt durch Trauer über den Verlust der Heimat. Eine Ausstellung erinnert an den DDR-Alltag und tränenreiche Schicksale.
