John F. Kennedy, amerikanischer Staatsführer

John Fitzgerald Kennedy, auch JFK genannt, ist von 1961 bis 1963  Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Mitglied der Demokratischen Partei. Er ist der jüngste gewählte US-Präsident. Seine Amtszeit fällt in die Zeit des Kalten Krieges mit dem Bau der Berliner Mauer und der Kuba Krise als Höhepunkt.

Kennedys Kindheit und Jugend

John F. Kennedy wurde am 29. Mai 1917 im US-amerikanischen Bundesstaat Massachusetts als zweites von neun Kindern des Unternehmers Joseph P. Kennedy und seiner Frau Rose geboren. Schon sein Vater und sein Großvater spielten in der Politik eine wichtige Rolle.

Studium und Kriegseinsatz

Nach einigen Studienabbrüchen wegen verschiedener Krankheiten absolviert er 1940 ein Politikstudium an der Harvard University. Mit dem Angriff auf Pearl Harbor 1941 tritt die USA in den Zweiten Weltkrieg ein. Kennedy meldet sich zur Marine und wird auf einem Schnellboot im Pazifik eingesetzt. Nach einem Angriff rettete er sich und einen anderen verwundeten Kameraden auf eine Insel. Dafür wird er als Kriegsheld gefeiert.

Der Weg in die Politik

Kennedys Bruder Joseph überlebt den Krieg nicht. Der Vater setzt deshalb alle Hoffnung auf seinen jüngeren Sohn. Er soll eines Tages Präsident werden. 1947 erhält Kennedy durch die Förderung seines Vaters den Sitz im Repräsentantenhaus, 1952 folgt der Titel als US-Senator für Massachusetts. Ein Jahr später heiratet er Jaqueline Lee Bouvier, mit der er später drei Kinder bekommt. Jackie Kennedy erlangt an der Seite ihres Mannes Berühmtheit.

Aufstieg ins Präsidentenamt

1960 kandidiert Kennedy als Präsident der Vereinigten Staaten. Er gewinnt die Wahl und wird 1961 als 35. Präsident vereidigt. Er verkörpert eine Politik des Aufbruchs und strebt umfassende Reformen an. Er unterzeichnet das Gesetz zur Anhebung des Mindestlohns um 25 Prozent und sowie das Gesetz zur Aufhebung der Rassentrennung.

Der Kalte Krieg zwischen Ost und West

Außenpolitisch droht die Konfrontation mit den Ostblockmächten. In der Folge kündigt Kennedy das bislang umfangreichste Rüstungsprogramm in der Geschichte der Vereinigten Staaten an. Chruschtschow droht mit dem Berlin-Ultimatum, um die Westmächte aus West-Berlin zu vertreiben. Kennedy trifft sich mit Chruschtschow in Wien am 3. und 4. Juni 1961. Beide Seiten loten aus, ob es wegen Berlin zu einer militärischen Konfrontation kommt. Kennedy will keinen Krieg wegen Berlin, akzeptiert den Mauerbau als das kleinere Übel.

Das Ende

1963 reist Kennedy nach Berlin und spricht sich vor über 500.000 Menschen für die Freiheit Berlins aus. Er kämpft für eine friedliche Lösung im Ost-West-Konflikt zwischen der USA und der Sowjetunion. Sein Einsatz für die Rechte der Schwarzen Bevölkerung wird in einigen Bundesstaaten nicht gern gesehen, wie zum Beispiel in Texas. Trotzdem reist er nach Dallas und wirbt für seine Wiederwahl. Am Morgen des 22. November 1963 wird Kennedy während seines Besuchs in Dallas erschossen. Bis heute ist nicht offiziell geklärt, wer hinter dem Attentat steht. Kennedy gilt noch heute als der beliebteste Präsident der USA.

 

Zitat: „Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.'“